Veilchenblog

Feb 07

Christian Cappek - Mehr als eine Kaderergänzung?

Spielerportrait: Christian Cappek

Mit 21 Jahren hat ein Spieler noch den Talentstatus. Doch ob sich ein Spieler durchsetzen kann, oder ob er ein ewiges Talent bleibt, wird sich erst später zeigen. So auch bei Christian Cappek. Der Stürmer steht aktuell beim FC Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga unter Vertrag und gilt als hoffnungsvolles Talent. Seine Karriere begann beim SV Mering, wo er in jungen Jahren gute Leistungen abrief. Cappek spielte sich in den Vordergrund, sodass sogar der FC Augsburg auf den bulligen Stürmer aufmerksam wurde. Der nächste Schritt wurde mit einem Vereinswechsel zur Jugendmannschaft vom TSV 1860 München gemacht. Dort konnte er sich aber nicht wirklich durchsetzen, weshalb sich Wacker Burghausen 2008 die Dienste des Angreifers sicherte. Zunächst sollte er in der U19-Mannschaft aufgebaut werden. Der Sprung in die 3. Liga-Mannschaft gelang dennoch recht schnell. Am 16.11.2008 debütierte er im zarten Alter von 18 Jahren und drei Monaten. Cappek gehörte zu den besten Spielern vom SVW. In 76 Spielen erzielte der Mann mit der Rückennummer 9 16 Tore, wobei er auch nicht immer im Sturm auflief. Der 21-jährige kann auch die linke Außenbahn beackern. Nach drei Jahren in der 3. Liga zog es den gebürtigen Augsburger im Sommer in die 2. Bundesliga zum FC Erzgebirge Aue. Dort erhielt er einen Vertrag bis 2013. Der echte Durchbruch gelang ihm bisher noch nicht. Gerade mal 65 Minuten, verteilt auf fünf Spiele, stand der Stürmer auf dem Platz. Im DFB-Pokal reichte es nur zu einem Kurzeinsatz. Für die Amateure, welche in der Oberliga spielen, schoss er in vier Spielen vier Tore und bereitete zwei weitere vor. Cappek hat ein großes Talent, muss es nur noch entfalten.

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Christian Cappek ist bisher nur in der Oberliga treffsicher

Feb 06

Halil Savran - Der Hoffnungsträger im Abstiegskampf?

Neuzugang

Er ist der einzige Neuzugang, den der FC Erzgebirge Aue in der Winterpause verpflichtet hat. Sein Name ist Halil Savran. Der 26-jährige Angreifer unterschrieb im Erzgebirge einen Vertrag bis zum 30.06.2014. Der in Wiesbaden geborene Deutsche, der auch einen türkischen Pass besitzt, stand zuletzt beim Ligakonkurrenten Union Berlin unter Vertrag. In der Hauptstadt war die Konkurrenz mit Silvio, Terodde, Mosquera und Co. aber zu groß, weshalb man sich auf eine Auflösung des Vertrag einigte. Die Karriere vom Angreifer, der bis zum Umfallen kämpft und alles gibt, begann Mitte 2004 beim SV Lichtenberg 47, die aktuell in der Verbandsliga kicken. Der Mann mit der Nummer 11 konnte überzeugen, weshalb Tennis Borussia Berlin auf ihn aufmerksam wurde. In 57 Spielen konnte Savran dabei sagenhafte 45 Tore erzielen. Bei solch einer Quote ist es klar, dass der ein oder andere Profiverein sein Interesse zeigt. So zum Beispiel auch Dynamo Dresden, die ihn 2008 unter Vertrag nahmen. Die Verpflichtung sollte sich lohnen; in 70 Spielen für die SGD markierte Savran 26 Treffer. Nach zwei Jahren in der Hauptstadt Sachsens zog es den 26-jährigen dann nach Berlin, wo er sich nicht durchsetzen konnte, nicht überzeugen konnte. Er bestritt insgesamt 29 Spiele und knipste ganze zwei Mal. Nun wechselt 1,83 Meter große Stürmer zum FC Erzgebirge Aue, die er zum Klassenerhalt schießen soll. Ob er das Vertrauen rechtfertigen kann, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass man keine Wunderdinge von Savran erwarten kann. Ebenso sicher ist, dass Savran wichtige Eigenschaften hat, die im Abstiegskampf wichtig sind. In diesem Sinne: viel Glück, Halil Savran!

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Halil Savran soll neuen Schwung in die Offensive bringen

Aue verliert Abstiegsduell beim KSC

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Der FC Erzgebirge Aue hat im Abstiegskampf der 2. Bundesliga einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Die Veilchen verloren im Wildparkstadion mit 2:1 (1:1), obwohl man sogar in Führung gehen konnte. In der 17. Spielminute war es Ronny König, der Topstürmer der Lila-Weißen, der im Sechzehner am höchsten stieg und den Ball mit dem Kopf über die Linie befördern konnte. Die Freude sollte dennoch nicht lange anhalten. Nur fünf Minuten später wird Pascal Groß von der Aue-Abwehr nicht entscheidend gestört. Dieser lässt sich nicht zwei Mal bitten und zieht aus 17 Metern einfach ab. Der platzierte Schuss landet im Tor von Martin Männel. Die Vorlage kam vom auffällig spielenden Youngster Hakan Calhanoglu, der durch einen Seitenwechsel das Tor einleitete. Auch nach dem Ausgleich waren die Gastgeber die aktivere Mannschaft, die Mannschaft mit den besseren Ideen. Die Chancen konnten aber nicht genutzt werden, weshalb es nach 45 Minuten beim Unentschieden blieb. Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur zehn Minuten, bis das Spiel endgültig gedreht wurde. Calhanoglu spielt auf Haas, der die Zaubervorlage in ein Zaubertor umwandeln konnte - ein sehenswerter Treffer vom Maskenmann. Keine 60 Sekunden später flog schließlich der KSC-Akteur Delron Buckley vom Platz, nachdem er gegenüber Jan Hochscheidt handgreiflich wurde. Die Gäste spielten daher über 35 Minuten in Überzahl. Genutzt wurde diese nicht. Keine Ideen, keine Chancen, keine Tore! Mit diesen Worten lässt sich die Leistung des FCE zusammenfassen. Gegen 10 Spieler vom Tabellenletzten, der seine Sache gut gemacht hat, muss da mehr kommen, wenn man nicht absteigen möchte. Das Team von Rico Schmitt fährt damit ohne Punkte zurück ins Erzgebirge und steht nun vor dem Spiel gegen 1860 München (Freitag) unter Druck. Noch eine Niederlage bzw. solch eine Leistung und es wird immer frostiger in Aue - und das war nicht auf die Temperaturen bezogen!

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Calhanoglu (vorn) und Haas (hinten) entschieden das Spiel